Zillertal
Das Zillertal ist das breiteste und bekannteste Tal Tirols. Mit einer Fläche von 1.098 km² - also ein Neuntel des gesamten Nordtiroler Raumes - liegt es im Herzen Tirols. Nur 40 km östlich von Innsbruck, erstreckt es sich nahe Jenbach vom Inntal aus mit seinen 32 Kilometern Länge nahezu geradlinig in Richtung Süden.
Im Gegensatz zu anderen Tiroler Seitentälern überwindet das Zillertal keine Talstufe und steigt von Strass (523 m) bis Mayrhofen (633 m) nur leicht an, wo es sich in das Tuxer Tal, den Zemmgrund, Stillupgrund und Zillergrund teilt. (Die kleineren Quelltäler werden als "Gründe" bezeichnet). Vom nördlichen Tal zweigen der unbesiedelte Märzengrund und der Finsinggrund, bei Zell am Ziller das Gerlostal ab.
Bei Strass, dem ersten Ort im Zillertal, mündet der Ziller - ein Quellfluss aus dem Gletscherbach der Zillertaler Alpen an der Grenze zu Südtirol und Salzburg - als Nebenfluss in den hier schon etwas behäbig fließenden Inn. Bis ins 16. Jahrhundert war hier die Schnittstelle der bayrischen, tirolerischen und salzburgischen Hoheitsgebiete.
Diese Grenze ist bis heute noch sichtbar, trennt doch der Ziller an dieser Stelle die Diözesen Innsbruck - ehemals Brixen - und Salzburg, was sich in den Farben der Kirchtürme wiederspiegelt: links des Zillers glänzen die Kirchtürme rot, rechts hingegen leuchten sie grün als Zeichen der Zugehörigkeit zur Erzdiözese Salzburg.
Wie die Zillertaler selbst, präsentiert sich ihre Sprache als eine lebensfrohe und facettenreiche. Der Dialekt unterscheidet sich im wesentlichen von jener des Unterinntales, ist sie doch ein Sammelsurium der Dialekte aus dem Inntal, aus Südtirol, aus Bayern und aus Salzburg. Viele alte Sprüche, Reime und Lieder sind bis heute im Zillertal lebendig.
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